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Johann Zarco: «Bin nicht bereit für MotoGP» - SPEEDWEEK.COM


Von Günther Wiesinger - 22.08.2015-07:20 Obwohl er in der Moto2-WM 79 Punkte vor Tito Rabat und 78 vor Alex Rins liegt, hat Johann Zarco seinen MotoGP-Aufstieg abgeblasen.

Vier Siege, fünf zweite Plätze, ein dritter Platz bei den ersten elf Moto2-Rennen – trotz dieses stattlichen Bilanz verzichtet WM-Spitzenreiter Johann Zarco für die Saison 2016 auf einen Klassenwechsel.

«Ich bin noch nicht bereit für die MotoGP-WM», hat er in Abstimmung mit seinem Manager Laurent Fellon dem Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti und Octo-Pramac-Teammanager Francesco Guidotti inzwischen mitgeteilt.

Auch Power-Electronics-Teambesitzer Jorge Martinez erhielt eine ähnlich lautende Absage.

Der wahre Grund dürfte ein anderer sein: In beiden Teams hätte Zarco nächstes Jahr mit 2015-Maschinen fahren müssen, keine sehr reizvolle Aufgabe für den schnellen Franzosen, der 2011 Vizeweltmeister in der Klasse bis 125 ccm war.

Zarco zieht es vor, die Saison 2016 abzuwarten, denn danach werden alle Plätze in den Werksteams von Movistar-Yamaha, Repsol-Honda, Ducati Corse und Suzuki Ecstar verfügbar; zumindest laufen die Verträge mit den existierenden Piloten aus.

Dann hat Zarco zumindest Chancen auf ein aussichtsreicheres Team, sein Augenmerk könnte zum Beispiel bei Tech3 liegen.

Oder beim KTM-Werksteam, das 2017 mit zwei Piloten in die MotoGP-WM einsteigt. Zarco fährt in der Moto2-WM für das Team Ajo Motorsport eine Kalex, er wird auch dort bleiben. Und Ajo könnte in einem Joint Venture mit KTM für 2017 das MotoGP-Team für KTM bilden und mit seinem Moto2-Rennstall den erfolgreichen Moto3-Talenten von KTM eine Übergangslösung bieten.

Ajo hat im SPEEDWEEK.com-Interview schon anklingen lassen, dass er Zarco 2016 als MotoGP-Testfahrer für KTM anbieten könnte. Aber das mache nur Sinn, wenn er in dieses Projekt involviert sein, liess der Finne anklingen.

Der 25-jährige Zarco findet in der Moto2-WM 2016 auch noch eine andere Aufgabe vor: Er könnte als erster Fahrer zwei Moto2-WM-Titel gewinnen. Eine Zielsetzung, die Tito Rabat 2015 wohl versagt bleiben wird.

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